Moreneo Meyer Marinel·lo Abogados

Immobilienrecht Spanien

Überblick zum Hauskauf in Spanien

Haus am Meer

Dieser Artikel behandelt grundlegende Aspekte betreffend den Hauskauf in Spanien (Ablauf, Förmlichkeiten, Steuern und Kosten).

Veröffentlicht am 7. November, 2016

Plant man einen Hauskauf in Spanien, so wird die Suche nach der geeigneten Immobilie häufig über die Kontaktaufnahme zu einem Makler erfolgen.

Ablauf des Immobilienerwerbs in Spanien

Zunächst hat der Kaufinteressent sich ausführlich über die tatsächlichen und rechtlichen Eigenschaften der ihn interessierenden Immobilie zu informieren. Bezüglich der Eigenschaften kommt, neben anderen, v. a. den folgenden groβe Bedeutung zu: Eigentums- und Lastensituation des potenziellen Kaufobjektes; Mietersituation; die Zugehörigkeit zu einer Eigentümergemeinschaft; die Geltung öffentlich-rechtlicher Vorschriften, die u. U. die Nutzungsmöglichkeiten der Immobilie einschränken können; die Tatsache, ob sich die Immobilie auf dem Laufenden mit der Pflicht zur Zahlung der spanischen Grundsteuer (IBI) befindet. Dabei sollte, bevor irgendein Betrag gezahlt oder ein Vertrag jedweder Art unterzeichnet wird, ein Auszug aus dem spanischen Eigentumsregister für das potenzielle Kaufobjekt angefordert werden.

Form des Kaufvertrages

Hat man sich dann zum Immobilienerwerb in Spanien entschlossen, kann nach spanischem Recht auf zwei unterschiedliche Arten erworben werden: Aufgrund eines privatschriftlichen Kaufvertrages samt Übergabe des Grundstückes (dies ist dann auch für den Erwerb ausreichend), oder aufgrund Erteilung einer notariellen Kaufurkunde. Will allerdings der Käufer in das spanische Eigentumsregister eingetragen werden und so einen Erwerb absichern, so ist die Erteilung der notariellen Urkunde zwingend, so dass die Erteilung der notariellen Urkunde aus anwaltlicher Sicht dringend zu empfehlen ist.

Steuern und Kosten

Bevor der Käufer dann als neuer Eigentümer im Eigentumsregister eingetragen werden kann, hat er die spanische Vermögensübertragungsteuer (ITP) zu zahlen, deren Zahlung dem Registerführer nachzuweisen ist. Mit Eintragung in das Register ist der Hauskauf in Spanien dann vollendet und der Käufer in seinem Erwerb geschützt. Bezüglich der mit dem Erwerb verbundenen Kosten sind insbesondere die Honorare des beurkundenden Notars und die Gebühren des zuständigen Eigentumsregisters verbunden. Nach der gesetzlichen Regelung ist im Grundsatz vorgesehen, dass der Verkäufer die Beurkundungskosten zu tragen hat und der Käufer Kosten der Erteilung der ersten Ausfertigung der Urkunde sowie die sonstigen nach Beurkundung anfallenden Kosten (also etwa die Registergebühren). Die Verteilung der Kostentragung kann zwischen den Parteien allerdings frei verhandelt und vereinbart werden.